Die 5 größten Irrtümer bei der Bildbearbeitung

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Die Bildbearbeitung ist notwendig, um rote Augen zu entfernen, Kontrastschwächen oder Unschärfen zu verbessern oder auch um Belichtungsfehler auszugleichen. Aber häufig findet man auch veränderte Bilder in den Medien, die auf große Irrtümer bei der Bildbearbeitung hinweisen.
Bildfehler können zwar durchaus sehr lustig sein, aber diese unnötigen Patzer können auch den Arbeitsplatz kosten, vor allem dann, wenn die Pannen dann auch noch im Internet zum Lachen zirkulieren. Vor allem bei den hübschen Models kommen durch eine falsche Bildbearbeitung so richtig bizarre Ergebnisse zustande, wie beispielsweise das Fehlen von einem Bauchnabel, ein Hals wie eine Giraffe oder auch häufig ein Schweben in der Luft. Bei der Bildbearbeitung gibt es sehr viele Irrtümer, denn der Zweck von solchen Programmen ist ja eigentlich, das Objekt auf dem Bild viel schöner und überzeugender darzustellen, als es in Wirklichkeit ist.
Es spielt bei der professionellen Bildbearbeitung keine Rolle, um welches Objekt es sich dabei handelt, da auch bei ganz gängigen Produktfotos leider häufige Fehler in Hinsicht auf kaum erkennbar Details oder eine falsche Farbauswahl der Fall ist. Programme wie Photoshop als Beispiel sind im Prinzip ein sehr gutes Tool um Bilder zu verschönern, aber warum treten dann trotzdem noch so viele Fehler auf?

Was sind die größten Fehler bei der Bildbearbeitung?

  • Fehlende technische Grundbedingungen
  • Falsches oder nicht geeignetes Programm
  • Unzureichende Kenntnisse der Bildbearbeitungssoftware
  • Falsche Kompression
  • Mangelnde Konzentration und Eigenversagen bei der Bildbearbeitung

Die 5 größten Irrtümer bei der Bildbearbeitung
Die 5 größten Irrtümer bei der Bildbearbeitung

Was die technischen Grundbedingungen betrifft, so müssen die zu bearbeitenden Bilder eine bestimmte Pixelanzahl oder Auflösung haben. Bei der Originaldatei sollte es sich also um die höchst möglichste Auflösung handeln, damit eine erfolgreiche Bildbearbeitung vorgenommen werden kann. Bei der Fotobearbeitung kommt es aber auch auf eine geeignete Software an, denn nicht für jede Änderung ist beispielsweise ein aufwendiges Programm wie Adobe Photoshop notwendig. Es spielt zumindest bei der privaten Anwendung im Prinzip keine große Rolle, für welches Programm man sich entscheidet, denn die beste und teuerste Software wird überhaupt nicht viel nützen, wenn man sich damit nicht 100 %ig auskennt. Oft kommen sogar noch bessere Resultate zu Stande, die mit günstigen oder sogar kostenlosen Programmen bearbeitet werden, als mit den professionellen Tools. In vielen Fällen bei der Bildbearbeitung geht es einfach nicht weiter, da einfach nur eine bestimmte Auswahl aktiv ist, die meistens so klein ist, dass sie überhaupt nicht erkennt werden kann. Dies ist beispielsweise häufig bei den sogenannten Tonwertkorrekturen der Fall, wo die Bildkontraste verstärkt werden. Klickt man aus Versehen auf ein bestimmtes Auswahlwerkzeug, dann ist es auch aktiv, obwohl wir diese Einstellung eigentlich überhaupt nicht wollten und deshalb auch nicht darauf achten. Es ist deshalb unerlässlich, dass man sich wirklich, sozusagen wie im Schlaf, mit dem gewählten Bildbearbeitungsprogramm auskennt.

Ein weiterer häufiger Irrtum ist aber auch die Kompression. Wenn man als Beispiel zu stark oder zu hoch komprimiert, dann können durchaus auch große Fehler entstehen, vor allem dann, wenn man Farben oder die Schärfe bearbeitet hat. Die Bearbeitung kann also durchaus deutlich sichtbar werden, wenn falsch komprimiert wird. Solche Fehler sind auch unter dem Namen Artefakte bekannt. JPG-Artefakte sind der Fall, wenn ein Bild in die Mosaike gekachelt wird, die Pixelblöcke werden deshalb sichtbar, wenn das bearbeitete Bild zu stark komprimiert wird. Die Kompressionsartefakte sind übrigens auch bei der Videokompression der Fall. Im Prinzip sind Artefakte nicht zu vermeiden, allerdings können diese sichtbaren Beeinträchtigungen durch die Algorithmen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Bei dem fünften größtem Irrtum oder Fehler handelt es sich eindeutig um das eigene Versagen. Aber seien wir doch mal ehrlich, wenn man stundenlang ein Bild bearbeiten muss, dann ist es auch ganz normal, dass die Konzentration nachlässt. Vor allem dann, wenn man sich wirklich ewig mit einem ganz bestimmten und kniffligem Problem herumärgern muss. Ist dieses Problem dann letztendlich gelöst, dann ist es auch kein Wunder, wenn das Hauptaugenmerk auf der Problemlösung liegt und nicht auf dem gesamten Bild. Es kann dann durchaus in der Eile vorkommen, dass beispielsweise ein Bauchnabel fehlt oder eine falsche Perspektive vorhanden ist.

Viele Fehler bei der Bildbearbeitung lassen sich allerdings auch vermeiden, wenn man den Computer neu startet. In vielen Fällen verklicken sich vor allem die typischen Anfänger sehr häufig und versteckte Anwendungen sind dabei am Laufen, die man überhaupt nicht wahrnimmt. Nach einem Neustart können solche Probleme vermieden werden und auch die Fehler werden dadurch besser ersichtlich.

Fazit

Bei den häufigsten Fehlern wird also deutlich ersichtlich, dass diese nicht unbedingt von der Software abhängig sind. Fest steht allerdings, dass sich die meisten Irrtümer vermeiden lassen, wenn man sich wirklich hervorragend mit dem Programm auskennt. Vor allem als Anfänger sollte man sich erst einmal mit etwas simpleren Bildbearbeitungsprogrammen anfangen, um sich dadurch einen besseren Überblick über die unterschiedlichen Bearbeitungsmöglichkeiten zu machen. Man kann dann hinterher immer noch auf eine aufwendigere Software mit komplizierteren Arbeitstechniken und Funktionsprinzipien ausweichen, denn die Möglichkeiten mit solchen Programmen sind so gut wie unendlich.

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können ihn auch direkt über Facebook erreichen.

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