Social Network: 10 Minuten pro Tag

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Ich werde immer wieder gefragt, wie viel Zeit ich pro Tag mit sozialen Netzwerken verbringe- naja, deutlich mehr als 10 Minuten. Allerdings findet ein sehr großer Teil der Kundenaquise und des E-Mail Verkehrs auf diesen Plattformen statt. Gegen gerechnet mit dem dem „normalen“ E-Mail Verkehr im Geschäftsalltag ist es dann doch nicht so viel. Zeitmanagement und Kundenkommunikation sind aber ein anderes Thema. Hier findest du einen kleinen Einblick in meinen Alltag mit Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn, Xing & Co.

Social Network: 10 Minuten pro Tag: Social_Network_Analysis_Visualization Foto: Wikimedia Commons: Calvinius
Social Network: 10 Minuten pro Tag: Social_Network_Analysis_Visualization Foto: Wikimedia Commons: Calvinius

Wie nutze / benutze ich soziale Netzwerke

Das sollte sich aber jeder von Anfang an selbst überlegen. Beispiel Facebook. Nutze ich ein Profil privat und eine Seite geschäftlich. Oder nutze ich beides geschäftlich? Erstelle ich auch für meine Firma ein persönliches Profil oder erstelle ich eine Facebook Seite. Das selbe gilt auch für Google+. Die Entscheidung für die jeweilige Form kann viele Gründe haben.

Beispiele:
Bei einem Facebook Profil habe ich durchaus mehr persönliche Kommunikation mit den Usern. Allerdings ist bei 5.000 Ende. Eine Seite kann ich auch auf meiner Website verlinken und auch dort die User interagieren lassen.

Ich persönlich nutze diese Kommunikationsplattformen hauptsächlich geschäftlich! Das Posten meines Mittagessens oder der Zustand meines aktuellen Stuhlgangs finde ich weniger zielführend. 😉

Alles Gute zum Geburtstag!

Je nach Anzahl der „Freunde“ auf Facebook, werden auch immer weniger Einträge in der Chronik ersichtlich. Mit der Zeit sieht man nicht mehr alles. Eine einfache Möglichkeit, um immer wieder mit Personen in Kontakt treten zu können ist ein regelmäßiges Ereignis. Der Geburtstag. Auf Google+ ist diese Funktion auch seit einiger Zeit möglich.

Social Network: 10 Minuten pro Tag Der Geburtstag
Social Network: 10 Minuten pro Tag Der Geburtstag

Gefällt mir / +1

Schadet nicht, wenn man das hin und wieder auch mal drückt. Der Benutzer bekommt eine Benachrichtigung über den Vorgang und eventuell wird dann auch das Interesse an ihm geweckt. Wer allerdings bei einem jeden Eintrag das Knöpfchen drückt, wird auch nicht wirklich Erfolg damit haben. Ich drücke gefällt mir, wenn mir etwas gefällt. Ein Kommentar gibt es, wenn ich wo mitreden kann. Ansonsten wird der Beitrag zur Kenntnis genommen und im Stream weitergelesen.

Neue Freundschaftsanfragen

Meiner Meinung nach gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, man nimmt alle Anfragen an oder man sucht sich sein Zielpublikum explizit aus. Spamkandidaten filtert man im Laufe der Zeit schon automatisch aus. Sorry liebe Sexbomben, aber bei einer Freundschaftsanfrage mit gewissen Profilbildern, hab ich dann doch auf „ignorieren“ geklickt… 😉

Ein Foto gefällt mir

Bei einer neuen, angenommenen, Freundschaftsanfrage, sehe ich mir mal das Profil durch. Ich schaue mal, was die Person so schreibt, woher sie kommt und welche Fotos sie online hat. Eines ist eigentlich immer dabei, welches mir gefällt. Dafür gibt es auch einen klick auf den Button. Somit startet schon die erste Aktion mit dem User.

Facebook / Google+ Seite

Seiten haben den Vorteil, dass auch Suchmaschinen sie gerne besucht und in den Katalog aufnimmt. Die Inhalte hierzu sollte man wie eine Firmenwebseite gestalten. Einladungen an Freunde sollte man nicht übertreiben. Einmal im Monat neue Leute einzuladen reicht meiner Meinung nach leicht. Es ist sehr kontraproduktiv, wenn man 3 Mal am Tag eine Einladung zur selben Seite bekommt.

Aktuelle Ereignisse posten

Die Passfotoaktionen, welche jetzt drei Wochen lange dauert, muss man nicht wirklich täglich neu Teilen. Das kann man zwischendurch mal machen. Dem potentiellen Kunden ist es ziemlich egal, dass man einen neuen Drucker hat, viel wichtiger ist es, was man damit machen kann.

Blog / Website

Kann der zentrale Ausgangspunkt für soziale Netzwerke sein. Die Funktion ist ganz einfach. Einmal einen Beitrag schreiben und alle Netze auf einmal füllen. Das ist sehr effektiv und erspart eine menge Arbeit und somit Zeit. Man kann auch einen Link zu einem aktuellen Projekt von der Homepage im Netzwerk teilen.

Social Network: 10 Minuten pro Tag: Sharing
Social Network: 10 Minuten pro Tag: Sharing

Personen markieren

Ein Foto online zu stellen hat eine gewisse Reichweite. Wer auf diesem Foto auch noch beteiligte Personen markiert, wird deutlich mehr User erreichen. Die markierte Person hat das Foto dann in seiner Chronik, dort sehen es dessen Freunde, der klickt „Gefällt mir“, und so geht es weiter. Wer bei z.B. bei einer Veranstaltung ist, und mal schnell mit dem Handy ein Foto mach und via App hochladet, kann immer noch in aller Ruhe zuhause Personen darauf markieren

Regelmäßig ein Eintrag

Einmal im Jahr ist auch „regelmäßig“ – wird aber nicht so den Erfolg haben, wie jemand, der täglich einen Eintrag online stellt. Zumindest jeden zweiten Tag sollte es möglich sein, einen konstruktiven, kreativen Eintrag zu seiner Tätigkeit zu erstellen. Da gibt es aber ein Hauptproblem: „Was soll ich posten?“. Diese Herausforderung geht aber noch weiter.

Viele UnternehmerInnen sind sich ihrer eigenen Tätigkeit gar nicht bewusst. Jeder sollte sich selbst mal die Frage stellen „Was mache ich überhaupt?“. Was mache ich für den Kunden? Was kann ich meinem Kunden bieten?
Wer sich selbst mal ein paar Tage genau beobachtet, wird auch die Frage „Was soll ich posten?“ selbst lösen können.

Timing

Timing ist das Wichtigste! Das trifft auf sehr viele Bereiche und Tätigkeiten zu. Bei sozialen Netzwerken sieht es so aus. Wer in der Früh etwas postet, hat die Chance, dass über den ganzen Tag verteilt immer wieder User diesen Eintrag sehen werden. Abends ist meiner Erfahrung nach ab ca. 18 Uhr ein guter Zeitpunkt. Die meisten kommen von der Arbeit nach Hause uns surfen mal ein bisschen. Je nach Zielgruppe ergeben sich verschiedenste Tageszeiten und Wochentage, die die maximale Erreichbarkeit bringen. Bei Schönwetter im Sommer an einem Samstag Nachmittag schauts eher schlecht aus. Da werden, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, die meisten Menschen sich im freien befinden…

Man muss sich nicht um alles kümmern

Seit der Erfindung der Computermaus ist ein weiteres Feature hinzu gekommen. Das Scrollrad! Je nachdem wie gut das Auge geschult ist, kann man auch mal einen Tag in ein paar Minuten durchscrollen und filtert dabei für sich das Wichtigste raus.

Browser zu, wenn er nicht benötigt wird

Wer seiner Arbeit konzentriert nachgehen will, sollte sich auch angewöhnen, den Browser mal einfach zu schließen. Dafür habe ich die E-Mail Benachrichtigungen aktiviert, um immer auf dem laufenden zu bleiben. Und zwar dann, wenn ich mir dafür Zeit nehme.

Teilen von Inhalten

Naja, aber ned an jeden Dreck. Katze entlaufen, Person gesucht und neuester Klatsch und Tratsch wirken da nicht sehr professionell. Inhalte von sozialen Netzwerken oder Webseiten, die mit der eigenen Branche zu tun haben sind hier deutlich effektiver.

Verlinken der eigenen Website

Bei einem jeden Post kann man seinen Website link hinzu fügen. Das bringt die User wieder dazu, einen zentralen Punkt zu seinem Unternehmen zu besuchen. Mein zentraler Ausgangspunkt ist der WordPress Blog. Hier „sammle“ ich alle Besucher. Da ich aber von unterwegs sehr gerne mal schnell etwas mit dem Handy auf Facebook poste, will ich dennoch die User hier her bekommen.

Social Network: 10 Minuten pro Tag Eintrag zur eigenen Webseite verlinken
Social Network: 10 Minuten pro Tag Eintrag zur eigenen Webseite verlinken

Fotos statt Text

Bei einem Eintrag sollte man auch immer ein Foto hinzu fügen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – alt aber wahr. Optische Reize werden eher beim Scrollen wahr genommen, als ewig langer Text, bei dem man auf „Mehr ansehen“ klicken muss.

Social Network: 10 Minuten pro Tag: Foto statt "nur" Text
Social Network: 10 Minuten pro Tag: Foto statt „nur“ Text

Making of / Outtakes

Werden auch sehr gerne von User gesehen. Mag für die einen nicht sehr professionell wirken – anderen gibt es aber einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise einer Person / Firma. Vorher aber auf jeden Fall mit dem Kunden und allen beteiligten Personen abklären.

E-Mail Benachrichtigungen

Erhalte ich von allen sozialen Netzwerken und Plattformen, bei denen ich angemeldet bin. Ich lasse mir eine Benachrichtigung von den einzelnen Plattformen schicken. Auch innerhalb einer Plattform lasse ich mir Benachrichtigungen von, z.B. Gruppen die mich Interessieren, zukommen. In Outlook habe ich verschiedene Regeln erstellt, die mir all diese Nachrichten in einen eigenen Ordner verschieben und somit den Posteingang frei halten. Am Tablet Computer kann ich aber gemütlich beim Morgenkaffee alles mal in ruhe durchsehen, und dann immer noch Entscheiden, was ich mir genau ansehen. In Outlook gibt es eine tolle Funktion, um diese „Massenemail“ zu erledigen => die Löschen Funktion. 🙂

Social Network: 10 Minuten pro Tag: E-Mail Benachrichtigungen
Social Network: 10 Minuten pro Tag: E-Mail Benachrichtigungen

Weiterführende Links

Soziales Netzwerk (Internet) auf Wikipedia
Digitale Selbstorganisation im Online-Zeitalter – Keynote Anitra Eggler YouTube Video
Calvin Hollywood: Facebook für Fotografen
Tipps zum Schreiben eins Blogs
Todsünden auf Facebook – 7 Fehler, die Sie besser nicht begehen sollten
10 Social Media tips from Dan Carr

Zum Abschluss

Der Text mag zwar zum Durchlesen deutlich länger dauern als ein paar Minuten. Mit ein bisschen Übung kommt man so auf ca. 10 Minuten pro Tag. Das lässt sich durchaus beim „Gutenmorgenkaffee“ erledigen. Je mehr man sich in diesen Plattformen bewegt, umso länger wird man sich auch damit beschäftigen. Das ist aber einem jeden selbst überlassen.
Würde mich sehr über weiteren Input von dir, als Kommentar, freuen.
In diesem Sinne: Viele schöne und vor allem zielgerichtete Minuten in den sozialen Netzwerken.

bleib kreativ!

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