Wie du dich auf ein Fotoshooting vorbereiten solltest

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Den ein oder anderen wird es wahrscheinlich schon mal so gegangen sein. Huch, ein Fototermin – rein ins Auto oder ab ins Studio, am besten 5 Minuten früher dort sein, oder gar die akademische vierten Stunde zu spät. Das funktioniert zwar hin und wieder, führt aber meistens zu Ärger als zu tollen Fotoergebnissen.

Hier ein paar kleine Tipps & Tricks bzw. ein paar Infos, wie man sich auf ein Fotoshooting vorbereiten kann. Egal ob privater Auftrag oder Gewerblich. Egal ob im Studio oder Outdoor und OnLocation.

Vorbereitungen für ein Fotoshooting
Vorbereitungen für ein Fotoshooting

Vorbesprechung

Ist für mich auf jeden Fall ein fixer Bestandteil eines jeden Fotoshootings. Hier werden alle Infos ausgetauscht. Wünsche und Anforderungen geäußert und eventuell schon Termine gesetzt. Diese kann elektronisch oder Face2Face erfolgen.

Recherche

Genau so wichtig, wie die Vorbesprechung. Einfach mal Google anwerfen, und Infos über beteiligte Personen suchen, Location checken, Ansprechpersonen notieren, Zugang zu Örtlichkeiten klären, über Sicherheitsbestimmungen informieren, … Die Liste ist je nach Auftrag fast unendlich. Wenn ich ein paar Makroaufnahmen im Garten mache, startet die Recherche spätestens bei der Verschlagwortung der Fotos am PC. Auch Bildideen kann man sich schon vorab zusammenstellen. Wer ein bisschen kritzeln kann, sollte sich auch ein paar Scribble bereit legen.

Benötigte Personen

Hier gilt es auch schon vorab – am besten in der Vorbesprechung – abzuklären, wer alles für ein Shooting benötigt wird. Visa, Assistent, Model, jemand der die Örtlichkeit aufsperrt, Verantwortlicher vor Ort, uvw…

Location

Je nach Örtlichkeit kommt einfach verschiedenste Ausrüstung zum Einsatz. Daher sollte man sich die Location, wenn möglich, immer vorab genau ansehen und auch den Sonnenstand und vielleicht sogar die Gegebenheiten vor Ort genau ansehen. Es hilft nichts, wenn man z.B. ein Fotoshooting in der Stadt plant, und dann ist genau an diesem Tag an diesem Ort eine Veranstaltung. Da hat man keine ruhe beim Shooten. Wenn man ein Shooting im Wald machen will, und es sind dort schon sein längerem Forstarbeiten im Gange ist das auch eher Suboptimal.
Meistens bin ich auch immer 30 Minuten vor Shootingbeginn an Ort und Stelle. Da kann man, wenn es nötig ist, noch einiges improvisieren.

Kleidung – PSA

Im Winter sollte warme Kleidung zumindest bereit liegen. Warme Handschuhe, eventuell fingerlose, gehören auch in den Rucksack.
Bei einem Ball oder sonst einer offiziellen – feierlichen Veranstaltung mit einer Jogginghose bzw. einem 10 jahre alten Pulli zu erscheinen passt auch nicht ganz. Bei Sportveranstaltungen trage ich auch gerne Funktionskleidung. Vor allem im Sommer. Bei industriellem Fotoeinsatz sollte man sich auch eine PSA (persönliche Schutzausrüstung) wie Sicherheitsschuhe (ESD tauglich, säurebeständig, …), Schutzbrille, Schutzkappe, Warnweste und durchaus auch Schutzausrüstung gegen Staub und Feuchtigkeit für die Kamera zu legen. Im Werkstatteinsatz kann man auch auf Designerkleidung verzichten. Hier reichen Jeans und T-Shirts, die man dann eventuell auch mit ruhigem Gewissen etwas heißer waschen kann, da ja auch etwas Schmutz drauf kommen kann. Für den „Offroad“ Einsatz kommt festes Schuhwerk zum Einsatz. Schutzhelm und eventuell Klettergurt in alpinem Gelände.

Kamera

Die Akkus sollten geladen sein, Ersatzakkus vorhanden sein und vor allem sollte der Sensor gereinigt werden.
Welche Kameras kommen mit? Ganz einfach. Alle die vorhanden sind, bzw. die benötigt werden. Ich arbeite persönlich sehr gerne mit zwei Body’s mit unterschiedlichen Brennweiten. Falls wirklich, aus welchem Grund auch immer, eine Kamera ausfällt, kann ich mit der anderen weiter arbeiten. Je nach Einsatz habe ich auch noch eine kleine Bridge Kamera mit oder sogar die GoPro eingepackt.

Rucksack / Tasche

Ein ordentlicher Fotorucksack sollte mal grundsätzlich vorhanden sein. Bei einem Body und einem Objektiv reicht oft eine kleine Tasche. Nur das nötigste. Unnötiges Gewicht zu tragen ist nicht sehr sinnvoll…

Stativ

Wenn vor Ort erlaubt und auch einsetzbar – auf jeden Fall. Auch im Studio sehr hilfreich. Beim Einsatz in Zoos und öffentlichen Orten z.B. auf jeden Fall immer vorher abklären, ob der Einsatz erlaubt ist.

Objektiv

Das oder die richtigen Objektive sollte man dabei haben. Für ein Sportevent wird ein 8mm Weitwinkel wahrscheinlich gleich Sinnvoll sein, wie ein 500mm Tele für ein Portraitshooting in einem Wohnzimmer. Des weiteren sollte das Objektiv vor einem jeden Einsatz auf Verschmutzung kontrolliert werden, und gegebenenfalls gereinigt werden. Die Sonnenblende kommt immer mit und ist auch immer drauf. Als Stoßschutz und Regenschutz für das äußere Glas.

Akkus / Batterien

Die Akkus / Batterien für den Aufsteckblitz sollten immer ausreichend vorhanden sein und vor allem auch geladen.

Lichtformer / Reflektoren

Je nach Einsatzbereich kommen auch Lichtformer, Softboxen und Reflektoren mit zum Shooting. Einen 30cm Reflektor habe ich immer im Fotorucksack. Der ist optimal für Makroaufnahmen oder für ein paar Tricks im Indoor Bereich.

Lichtquellen

Je nach Einsatzort und Bereich kommt auf jeden Fall mal der Aufsteckblitz mit. Wenn Strom vor Ort ist, kommen auch noch Studioblitze in die Tasche. Im Wald oder in urbanen Landschaften kommt ein portabler Blitz zum Einsatz. Oft kann man auch das Tageslicht sehr gut nutzen und „nur“ mit Reflektoren arbeiten.

Filter

Wer plant, Natur- und Landschaftsaufnahmen zu machen, sollte auch alle benötigten Filter griffbereit haben. Und zwar sauber.

Requisiten / Zubehör

Für ein Fotoshooting werden auch oft Requisiten benötigt, z.B. ein Pinsel zum entfernen von Staub für Produktfotos, bestimmte Kleider und Outfits oder einfach nur Dekostoffe für den Hintergrund. Alles sollte vorab bereit liegen.

Feedback

Das war mal ein kleiner Einblick in das Thema. Würde mich auch über Kommentare zu diesem Thema sehr freuen. Wie bereitest du dich auf ein Fotoshooting vor? Was packst du alles ein?

In diesem Sinne – bleib kreativ!

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