Welche Kamera soll ich kaufen?

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Dieser Beitrag richtet sich an Anfänger und vor allem auch an Fotografen, die regelmäßig diese Frage gestellt bekommen.

Hier mal eine kurze, allgemeine Zusammenfassung.

Welche Kamera soll ich kaufen?
Welche Kamera soll ich kaufen?

Preis

Ist wohl das erste Entscheidungskriterium. Lege dir einen maximalen Preis fest, den du für eine DSLR ausgeben möchtest. Naja, dieser sollte schon realistisch sein. Ab 400 € bekommt man teilweise schon tolle Einsteigersets.

Muss es eine DSLR sein?

Die digitale Spiegelreflexkamera wird im folgenden Artikel als DSLR bezeichnet.
Das sollte eigentlich schon fast die erste Entscheidung sein. Nur weil irgendjemand mal behauptet hat, nur mit einer DSLR kann man ordentliche Fotos machen, muss das noch lange nicht richtig sein. Auch mit einer normalen Digicam um ca. 150€ bringt man einiges zusammen. Bei gutem Licht und richtiger Handhabung mit der Kamera kann man sogar mit kleinen Kameras tolle Ergebnisse erreichen.

Welche Kameratypen gibt es?

Die normale Digicam – Kompaktkamera. Hier wird vor allem in der Baugröße, und in den Zusatzfeatures unterschieden. Mit Akkus oder mit normalen Batterien…
Bridgekameras – Eine Mischung aus Kompaktkamera und DSLR. Etwas größer als eine Digicam, aber kleiner als eine DSLR.
Die DSLR. Hier gibt es Evil, Spiegelreflex und Messsucher
Hierzu gibt es auf Wikipedia viel darüber zu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalkamera

Welcher Hersteller?

Für den Einsteiger komplett egal. Geh in ein Geschäft und probiere einfach mal ein paar Geräte aus. Hauptentscheidend wird die Haptik und der Preis sein. Da ist es vorerst mal völlig egal, welcher Name darauf steht. Oft gibt es auch von verschiedensten Herstellern recht tolle Komplettangebote mit zweiten Objektiv, Zweitakku oder sogar einer Kameratasche.

Links zu den verschiedensten Herstellern

Canon Fujifilm Leica Nikon Olympus Panasonic Pentax Samsung Sigma Sony
Eine Entscheidungshilfe kann auch Geizhals.at sein.
Wenn dir das Fotografieren wirklich anfängt spaß zu machen, und du wirklich mehr mit der Kamera machst – wirst du dir sicher in absehbarer Zeit sowieso eine neue / andere kaufen.

Was will ich fotografieren?

Das ist wohl auch ein sehr wichtiger Punkt. Wer eine Kamera für die Hosentasche haben will, wird mit einer DSLR oder Bridge nicht zufrieden sein. Wer Sportveranstaltungen fotografieren will, oder hauptsächlich im Studio fotografiert, wird mit einer Einsteiger DSLR oder Digicam nicht sehr weit kommen.

Was kostet das Zubehör?

Dank dem Internet kann man sich, nachdem man seine Wunschkamera(s) im Geschäft betrachtet hat, auch noch die Preise vom Zubehör checken. Was kosten zusätzliche Blitze, Objektive, Batteriegriffe usw.

Welches Zubehör benötige ich?

Bei einer DSLR macht die „Zoomfunktion“ das Objektiv aus. Meistens ist ein Objektiv mit der Kamera im Kaufpreis integriert. Zum Thema Objektive gibt es im Fotolehrgang von Tom Striewisch mehr zu lesen. Übrigens eine sehr tolle und kostenlose Webseite rund um die digitale Fotografie mit der Spiegelreflex.
Weiteres wird auch öfters ein externer / zusätzlicher Blitz benötigt. Der sogenannte Aufsteckblitz. Dieser ist von der Leistung her stärker als der integrierte Aufklappblitz der DSLR.
Wer länger unterwegs ist, und vor allem lange Akkulaufzeiten benötigt, für den ist ein Batteriegriff sinnvol. Vor allem auch für Hochformataufnahmen. Außerdem wirkt die Kamera dann größer 🙂 .

Sämtliches Zubehör kann aber später immer noch gekauft werden. Man muss das nicht unbedingt im Geschäft mitkaufen, nur weil der Verkäufer so lieb ist… 🙂
Außerdem muss man nicht immer das „Originalzubehör“ kaufen. Aufsteckblitze von Metz , Yungnuo oder Sigma sind ziemlich Gleichwertig mit denen von Canon, Nikon oder Sony. Meist aber deutlich günstiger.

Wie viele Megapixel soll die Kamera haben?

Soe viele wie möglich. Am Besten gleich 50MP aufwärts. Quatsch! Völlig egal! Ist nur ein reiner Verkaufsschwachsinn!
Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildaufl%C3%B6sungen_in_der_Digitalfotografie. Für einen Ausdruck mit 300dpi auf A4 (ca. 20 x 30 cm) Druckgröße reichen ca. 9 Megapixel. Also, komplett egal. Die Megapixel sagen rein garnichts über die Bildqualität aus. Am jetzigen Stand der Technik sind die Bildprozessoren der meisten Hersteller wirklich gut und bei einigen sehr gut – also absolut kein Kaufkriterium, nur weil eine Kamera 50 Megapixel hat. Außer das nötige Kleingeld ist dir egal. Wer aber wirklich der Meinung ist, er benötigt xx Megapixel in seiner Kamera, sollte sich auch überlegen, ob der eigene Rechner oder das Notebook die Dateimengen auch bewältigt…

Reinigung der Kamera

Bei einer Digicam oder einer Bridge Kamera muss man eigentlich nur gelegentlich die Linse und eventuell das Display reinigen. Das ist völlig unkompliziert. Wer eine DSLR oder sonst eine Kamera mit Wechselobjektiv besitzt, wird recht schnell bemerken, dass sich auf dem Bildprozessor – im inneren der Kamera – staub befindet, der natürlich von Zeit zu Zeit runter muss. Dies verursacht zusätzliche Kosten. Oder man macht es selbst.

Die ersten 1.000 Fotos sind die schlechtesten

Naja, das kommt leider auch noch dazu. Nur durch den Kauf einer (neuen) Kamera, welcher Type auch immer, macht man noch immer keine besseren Fotos. Da gehört einfach einiges an Zeit und Übung dazu. Das soll aber keinen Abhalten, tolle Fotos zu machen. Einfach probieren, versuchen und üben!

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